Für die Stammgäste

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Wanderung quer durch´s Tal...

Meine Gästewanderung führte letzte Woche auf der rechten Talseite bis Baad.

Die beiden Sonnentage am Montag und Dienstag habe ich unseren Gästen überlassen. Bei Schönwetter gibt es ja immer jede Menge Wanderpläne, aber bei Schlechtwetter beißt es aus!

Für den Mittwoch war morgens Regen, tagsüber gutes Wetter und abends wieder Regen angesagt. Deswegen hatte ich die Tour genau so geplant - zuerst am Schwarzwasserbach und dann mit Aussicht auf dem Höhenweg...

Gestartet sind wir mit der Linie 2 und fuhren bis zum Hotel Erlebach. Danach bogen wir links ab in die Obere Eggstraße und kurz darauf rechts in den Kesselschwandweg. Auf breitem Weg ging es nun gemütlich nach unten zum Kneipp-Becken, bis wir wieder links zur Naturbrücke abbogen. Ein herrliches Fleckchen Erde! Schon der kleine Weg dorthin über Wurzeln und Waldboden, kleine Lichtungen und urige Vegetation hat eine tolle Antmosphäre. Über eine Leiter kletterten wir nach unten und standen kurz darauf auf er Naturbrücke. Früher verlief der Bach hier unterirdisch und hat sich im Lauf vieler Tausend Jahre durch den Fels gegraben. Oft findet hier auch das Kinderprogramm mit Canoying der Bergschule statt. Gleich daneben ist die Flying-Fox-Anlage und ein Zelt für gemeinsames Grillen...

Nachdem wir alles ausführlich besichtigt hatten, liefen wir weiter über eine flache Wiese, vorbei am Fußballplatz und durch einen herrlichen Sommerwald hinauf zum Wasserfall. Ich mag den Schwarzwasserbach. Alle paar Meter ist er wieder anders - mal schmal und reissend, dann wieder breit und gemütlich, flach und dann wieder steil angelegt für herrliche Wasserfälle...

Staundend beobachteten wir noch 2 junge Männer, die sich im Neopren-Anzug durch die Wassermassen kämpften. Das sah schon haarsträubend aus, zumal es an der Ausrüstung haperte und die beiden Jungs keine Helme aufhatten.

An der Kreuzung kurz danach bogen wir über die kleine Brücke nach links ab und liefen über den Brennbodenweg nach "Windegge" mit herrlicher Aussicht auf Riezlern und auf Hirschegg. Nachdem der Wetterbericht ja für den Mittag gutes Wetter vorhergesagt hatte, dachte ich auch, dass wir nun herrlich das wunderschöne Panorama der Bergkulisse sehen können. Das war aber nicht so, denn die Berge waren in Wolken verhüllt. So genügte uns der Anblick unserer Ortschaften und wir wanderten nun weiter über einen kurzen Anstieg auf den Rohrweg. Danach wurde es wieder flach und wir hatten genug Luft, um uns zu unterhalten.

Nach dem Speicherteich erwartete uns der nächste Anstieg, Nun zog sich das Feld auseinander, aber schon bald wurden unsere Schnellsten eingebremst - eine Kuhherde machte es sich genau auf unserem Wanderweg gemütlich.

Dann hatten wir den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht: vor uns lag die Sonna-Alp. Ich hatte in meiner Ausschreibung die Einkehr in einer der Hütten: Sonna-Alp, Max-Hütte, Bühl-Alpe oder Stutzalpe ankündigt, und da noch Niemand unserer Gäste in der Max-Hütte war, beschlossen wir, diese zu besuchen.

Die Maxhütte liegt wunderschön, direkt an der Schiabfahrt der Walmendingerhornbahn und bietet wie alle Hütten leckere Brotzeiten, Suppen und selbst gebackenen Kuchen an. Wir saßen in der Hütte und als wir wieder loswanderten, kam sogar die Sonne heraus.

Ach ja - ich kam nicht mehr mit allen Gästen zuhause an... Wir hatten 2 Frauen mit Knie- und Achillessehnen-Problemen dabei und sie entschieden sich für die Rückkehr zur Zaferna-Bahn und dann die Talfahrt.

Die restlichen Gäste machten sich mit mir auf den Abstieg durch den Haspelwald. Dieser Weg ist fast unbekannt, aber durch den Wald total schön. Danach kamen wir auf den Baader Höhenweg und sind diesen noch bis Baad durchgelaufen.

Irgendwie waren wir nun so im Schuß, dass wir eigentlich noch gut zurück nach Riezlern hätten laufen können, aber ich hatte ja am Mittwoch Abend frei und somit noch eine weitere Wanderung mit meinen Schwestern vor mir.

Der Bus brachte uns nach Riezlern zurück und nach einem Ziel-Schnaps und der Besprechung, dass wir nächstes Jahr eine größere Wanderung machen, gingen wir zufrieden unter die Dusche.

Vielen Dank meinen Mitwanderern für einen schönen Tag!

Regine